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Sibiu / Hermannstadt

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Sibiu ist eine Stadt in Rumänien in Transsalvanien / Siebenbürgen und hiess früher Hermannstadt.

Geographie

Hermannstadt / Sibiu befindet sich im Süden Siebenbürgens / Transsilvaniens (siehe Karte) am Zibinfluß am Schnittpunkt des nördlichen Breitengrades 45° 47’ und des östlichen Breitengrades 24° 05’. Die Unterstadt liegt 415 m über dem Meeresspiegel und die Oberstadt 431 m ü. M. Südlich, in einer Entfernung von ca. 30 km befinden sich die Karpaten und das Alttal.

Bevölkerung

Die Bevölkerung bestand am 1. Juli 1998 aus 169.611 Einwohnern, ein Wachstum von 0,7% gegenüber dem 1. Juli 1992. Während die weibliche Bevölkerung um 1, 6 % zugenommen hat (89.296 Einwohnerinnen), hat die männliche Bevölkerung um 1,6% abgenommen (80.315 Einwohner). In der Stadt Sibiu lebten am 1. Juli 38,2% der Einwohner des Kreises Sibiu am 1. Juli 1992 waren es nur noch 37,5%.

Klima

Die Stadt befindet sich in der temperiert - kontinentalen Zone mit thermischen Einflüssen des naheliegenden Gebirgszuges. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,9° C.

Geschichte

Die Stadt Sibiu / Hermannstadt hat eine geschriebene Geschichte von fast 1000 Jahren, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1191. Wenige Städte Rumäniens können sich an so einer reichen Geschichte erfreuen.

1292 Erstes Krankenhaus
1380 Erste Schule
1494 Erste Apotheke
1534 Die erste Papiermühle
1544 In Hermannstadt wird das erste Buch in rumänischer Sprache gedruckt
1551 Konrad Haas experimentiert die erste Stufenrakete der Welt
1671 In der Umgebung wird Methangas entdeckt
1782 Der Chemiker Franz Joseph Müller entdeckt das Tellur
1795 Der Älteste Blitzableiter aus S - O Europa wird in Hermannstadt aufgestellt
1797 Samuel von Hahnemann gründet das erste Homöopathielabor der Welt
1817 Eröffnung des Brukenthalmuseums
1852 Erscheint “ Telegraful Roman “, die älteste Zeitung aus S - Europa
1859 Bau der Lügenbrücke, die erste gußeiserne Brücke
1875 Die erste Autofabrik in Transsilvanien
1904 Hermannstadt ist die zweite Stadt Europas, die eine elektrische Straßenbahn einführt
1928 Eröffnung des ersten Zoos Rumäniens
1989 Sibiu ist die zweite Stadt Rumäniens, die sich gegen den Kommunismus auflehnt

Kultur

Sibiu – Hermannstadt kann als die Kulturhauptstadt Rumäniens gelten, dank der jahrhundertelangen Tradition und des kulturellen Erbgutes, das in Sibiu und dem Hermannstädter Umland (Marginime) vorhanden ist. In der Stadt gibt es heutzutage ein reges kulturelles Leben, 2 Theater, eine Philharmonie, 2 Kinos, 5 Bibliotheken, 5 Kulturzentren, 6 verschiedene Kultureinrichtungen, sowie 10 Museen.

Die Astrabibliothek

Schon bei der Gründung der Astra - Gesellschaft 1861 stellte sich das Problem der Eröffnung einer nationalen Bibliothek. Im Laufe der Zeit ist die Zahl der Bände auf 750.000, der Zeitschriften auf 84.000 und der Manuskripte auf 12.000 gestiegen.
Die Astrabibliothek besitzt eine Reihe von wertvollen Exemplaren, wie das älteste Buch der Bibliothek: Bonifacius VIII. Papst: „ Sexti libri decretalium ...“, MDXI, 1511, sowie das älteste rumänische Buch: „ Sbornicul slavonesc“, gedruckt von Coresi im Jahre 1580.

Ebenfalls befinden sich im Besitz der Bibliothek folgende Bücher:

Hieronymus sanctus: "Vitae patrum“ – gedruckt in Venedig (Venetis) im Jahre 1512

"De re militari“ – Flr.Vergetius und „Strotagemata“ – Frontinus, gedruckt in Paris im Jahre 1534

Theater in Sibiu

Die Anfänge des Theaters in Sibiu liegen bereits im 16. Jahrhundert, als Schüler zwei Vorstellungen im Jahr aufführten. Am 15. Februar 1582 wurde die erste Vorstellung einer Schlacht im Freien aufgeführt. Beginnend mit 1756 fanden alle Theateraufführungen im Hause des Barons von Möringer, das heutige Blaue Haus am Großen Ring, statt. Das Interesse für Theaterstücke war so groß, daß beginnend mit 1778 das “Theatral Wochenblatt” herausgegeben wurde. 1789 eröffnete Martin Hochmeister das Theater im Dicken Turm. 1923 entstand das rumänische Theater. Die heutigen Institutionen, das „Radu Stanca“ Staatstheater, das Kindertheater „Gong“ und die Staatsphilharmonie wurden 1949 gegründet. Die deutsche Abteilung des Theaters wurde 1956 eröffnet. In Sibiu werden jährlich annähernd zwanzig wichtige Kulturveranstaltungen durchgeführt, wie das Internationale Theaterfestival und das Theaterfestival für Studenten.

Kulturzeitschriften

In Sibiu erscheinen zwei der bedeutendsten rumänischen Kulturzeitschriften: Transilvania und Euphorion.
Die Zeitschrift Transilvania erschien zuerst in Brasov, 1868, unter der Leitung von George Baritiu und seit 1880 in Sibiu. Die Zeitschrift kommt alle drei Monate heraus.
1990 erschien die Zeitschrift Euphorion, geleitet von einer Gruppe junger Schriftsteller, dessen Honorardirektor Stefan Augustin Doinas war. Unter der Obhut der Zeitschrift befinden sich die Buchhandlung und die Stiftung mit demselben Namen.

Die Altstadt

Avram - Iancu - Straße / Reispergasse
Eine sehr malerische Straße ist die Reispergasse (Avram - Iancu) die beim Ratturm beginnt und zur Ursulinenkirche hinunter führt. Die Straße wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut und von wohlhabenden Einwohnern der Stadt bewohnt.
Das gewölbte Gerbergässchen führt durch das Haus Nr. 3 und verbindet die Reispergasse mit dem Kleinen Ring.
Bei Nummer 9 ist ein gewölbter Innenhof im Rennaissancestil zu bewundern. Im hinteren Teil des Hofes befinden sich Reste eines Wehrturms.
Neben diesem Haus befindet sich auf Nummer 7 ein weiteres Baudenkmal.
Auf der gegenüberliegenden Seite liegt auf Nummer 8 die ehemalige Residenz von Michael von Brukenthal. Er war der Bruder Samuels von Brukenthal. Das Haus verfügt über einen Innenhof mit Wölbungsbogen. Auf dem Geländer des Balkons über dem barocken Portal ist das Wappen der Familien Brukenthal mit den Initialen BB zu sehen.
Auf Nummer 19 wohnte zeitweilig der Komponist Gheorghe Dima (1874 - 1925), der Chormusik mit Folkloreeinflüssen komponiert hat.
In der Mitte der Straße, auf der linken Seite beginnt das Schulgässchen , das die Verbindung mit der Unterstadt herstellt.
Auf der gegenüberliegenden Seite, Nummer 16, befindet sich das älteste Wohnhaus der Stadt, das Haus mit gotischem Treppengiebel aus dem 14. Jahrhundert.


Nicolae - Balcescu - Straße / Heltauergasse
An der Hauptstraße der Stadt liegen die meisten Läden. Es ist die Fussgängerzone der Stadt.
An der Ecke mit dem Hermannsplatz / Unirii - Platz steht das einzige Gebäude Hermannstadts das in der Zwischenkriegszeit im ekklektischen Stil gebaut wurde..
Auf dem Gebäude Nummer 25 sind Putten zu sehen.
Das Gebäude der Kommerzbank stammt aus dem Jahre 1914. Gegenüber steht das Hotel Römischer Kaiser.


Mitropoliei - Straße / Fleischergasse
Die Fleischergasse (Mitropoliei) beginnt von dem Gebäude des Alten Rathauses, heute das Geschichtsmuseum, und beherbergt wichtige Sehenswürdigkeiten.
Die Reformierte Kirche wurde im Jahr 1786 gebaut und hat eine schmale Fassade zur Straße hin, mit einem rechteckigen Uhrturm. Unter dem Gebäude bei Nummer 11 verläuft ein gewölbter Gang, das Ballgäßchen, das die Mitropoliei - Straße mit der Xenopol - Straße verbindet.
Das nächste Gebäude, bei Nummer 13, auch das Haus mit den Steinernen Jungfrauen genannt, wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut und besitzt ein Portal das von zwei Karyatiden flankiert ist, die einen kleinen Balkon stützen.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das 1904 eröffnete Postgebäude mit einer reich verzierten Fassade und einer Sonnenuhr.
Die Orthodoxe Kathedrale, 1906, ist ein massiver Bau, nach den Plänen der Hagia Sophia aus Istanbul gebaut. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Gebäude des Theologischen Instituts „Andrei Saguna". Es wurde im Jahre 1714 im Brâncoveanu - Stil gebaut.
Zwei Häuser weiter befindet sich der Sitz der Orthodoxen Mitropolie, errichtet in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Altstadt endet auf der linken Seite mit dem ASTRA - Park und auf der rechten Seite mit der Johanniskirche, einem neugotischen Bau aus dem Jahre 1883.


Der Sagturm (13. Jh.) gehörte zu dem ersten Befestigungsring, in der Nähe der evangelischen Kirche.

Der Priesterturm (15. Jh.) Hier befand sich die Einfahrt in den dritten Befestigungsring. Wurde teilweise in das Alte Rathaus - heute Geschichtsmuseum – eingebaut.

Die Türme der Zimmermannsleute, der Töpfer und der Armbruster und die Verteidigungsmauer mit Wehrgang in der Harteneckgasse (Cetatii) gehörten zu dem dritten Befestigungsring, der die Oberstadt umgab.

Der Schmiedeturm (16. Jh.) befindet sich im Innenhof des Independenta-Lyzeums. Wurde 1974-1975 restauriert und gehörte zum vierten Befestigungsring.

Der Pulverturm (15. Jh.) erhielt sein jetziges Aussehen im Jahre 1638. Er steht in der Pulvergasse (Pulberariei. Gehörte zu dem vierten Befestigungsring, der die Unterstadt umgab

Äußere Stadtmauer am Corneliu Coposu - Boulevard: gehört zu dem dritten Befestigungsring Ostseite. (Davor befand sich ein Wassergraben, der im 19. Jahrhundert aufgefüllt wurde, als die sogenannte "Untere Promenade" angelegt worden ist).

Die Hallerbastei, erbaut in der Mitte des 16. Jahrhunderts

Der Dicke Turm (1540). Hier hatte 1788 der Buchdrucker Martin Hochmeister das erste Stadttheater eingerichtet.
Die Soldischbastei (16.Jh.) an der Ecke Str. Bastionului-Str. Alba Iulia. War zur Verteidigung des südwestlichen Teils der Stadt gedacht.


Kirchen

Die Orthodoxe Kathedrale

 Die Orthodoxe Kathedrale
 © Stadt Sibiu

Mitropoliei Strasse 35

Sie wurde in den Jahren 1902-1906 gebaut. Die Architektur zeigt byzantinische Merkmale, ähnlich denen der Hagia Sophia in Istanbul.
Am Eingang, über den drei Bögen, welche von Faszikeln von je vier aneinandergelehnten Säulen gestützt werden, befindet sich ein Balkon mit weiteren vier kleinen Säulen und Kapitelen in Blattform.
Im Eingangsbereich befinden sich Platten mit den Inschriften der Stifter. Das Pronaos endet in vier Granitsäulen mit Kapitelen und kleinen spiralförmigen Bögen.
Die Kuppel, von 15 m Durchmesser, schliesst den ganzen Bau ab. Die Malerei ist das Werk des Octavian Smigelschi.

Die Katholische Kirche
Großer Ring

1726-1733 wurde sie von Jesuitenmönchen im Barockstil auf der Stelle des städtischen Waghauses erbaut. Sie hat die Form einer Saalkirche und ist von einem Gewölbe gedeckt, dessen weite Bögen sich auf mächtige Säulen stützen. Das Innere und Äussere trägt Ornamente im Barockstil. Die Wände des Kellers sind mit Nischen und Grabsteinen versehen.


Die Ursulinenkirche
Magheru-Straße

 Die Ursulinenkirche
 © Stadt Sibiu



Sie wurde als Saalkirche mit sechseckigem Chor im 15. Jhd. gebaut. Mächtige treppenförmige Pfeiler stützen die Wände von aussen. An den Wänden des Chores sind noch die Spuren der alten gotischen Fenster zu erkennen und innen haben sich Reste des Gewölbes erhalten.
Die Kirche wurde vom Dominikanerorden errichtet, nachdem die alten Gebäude des Klosters abgetragen worden waren. 1725 wurde die Kirche den Ursulinerinnen abgetreten.


Die Kreuzkapelle
Bahnhofsplatz

Bemerkenswert ist das aus einem Monolith von Peter Landregen 1417 gemeißelte Kruzifix im Inneren. Die Arbeit stammt aus dem früheren Kloster des Dominikanerordens, welches sich ungefähr auf demselben Ort befand. In der Ausführung sind italienische Einflüsse zu erkennen

Die Kirche im Graben
Justitiei Strasse 12

Sie ist eine Saalkirche mit weiter, halbrunder Absis. Das Naos, auf drei mächtigen Bogen ruhend, wird vom Pronaos durch drei Säulen abgeteilt, die in einem Blumenmotiv enden und die Empore stützen. Auf der Ballustrade der Empore sind die Bildnisse der Stifter ausgestellt, zu welchem Zweck Platten an der Aussenseite der Apsis angebracht wurden.
Rund um die Kirche befinden sich die Gräber des Dichters und Pädagogen Zaharia Boiu, des Schriftstellers Ion Codru Dragusanu und des Augenarztes Ioan Piuariu Molnar.

Kontakt

Sibiu Rathaus
B - d. Victoriei 1 - 3
Sibiu 2400
Romania
Tel.: (269) 21 82 64
Fax: (269) 21 60 33
E-Mail: cic@sibiu.ro
 

Quellen:www.sibiu.ro
 

 

 

 


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