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Die Republik Österreich ist ein föderal organisierter parlamentarisch - demokratischer Bundesstaat in Europa. Österreich ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt an die Bundesrepublik Deutschland und Tschechien im Norden, die Slowakei und Ungarn im Osten, Slowenien und Italien im Süden und die Schweiz und Liechtenstein im Westen.

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920 eine föderale, parlamentarisch - demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident der alle 6 Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird (eine unmittelbar darauffolgende Wiederwahl ist zulässig). Er ernennt den Bundeskanzler (wobei er in der Wahl der Person völlig frei ist, sich de facto jedoch an Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat orientieren muss). Der Bundeskanzler ist Vorsitzender der Bundesregierung (dessen Mitglieder auf seinen Vorschlag hin vom Bundespräsidenten ernannt werden). Die Bundesregierung kann durch ein Misstrauensvotum des Nationalrates abberufen werden.

Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern. Die Zusammensetzung des Nationalrates wird alle 4 Jahre durch allgemeine Wahlen bestimmt. Der Bundesrat wird von den einzelnen Landtagen (Parlament der Bundesländer) beschickt. Der Nationalrat ist die dominierende Kammer in der österreichischen Gesetzgebung. Der Bundesrat besitzt in den überwiegenden Fällen nur ein aufschiebendes Vetorecht, das durch einen Beharrungsbeschluss des Nationalrates ausser Kraft gesetzt werden kann.

 

Bundesländer

Österreich besteht aus neun Bundesländern. Diese wiederum sind in Bezirke aufgeteilt.

Geographie und Klima

Etwa 60 Prozent von Österreich sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten.

Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken, sowie in der südlichen Steiermark.

Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen):

        • der Lech und Inn (entwässern Tirol), und die Salzach
        • die Ager, Traun, Enns, Ybbs, Erlauf, Traisen, Wien, Fischa und Leitha (südseitig) - und ebenso in Ober- und Niederösterreich wie
        • die Große und Kleine Mühl, Rodl und Aist, der Kamp, Göllersbach und Rußbach, sowie die March an der Ostgrenze.
  • Erst außerhalb Österreichs münden folgende Flüsse in die Donau:
  • Der äußerste Westen (Vorarlberg entwässert mit der Ill zum Rhein, und das nördlichste Waldviertel zur Elbe.

Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (Niederschlag ca. 100 bis 50 cm) und erreicht an der Grenze zu Slowakei und Ungarn das pannonische Kontinentalklima. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist 10-20 Prozent länger als in Deutschland - insbesondere im Süden.

Wirtschaft

Alle Angaben beziehen sich - sofern nicht anders angegeben - auf das Jahr 2001.

        • Bruttosozialprodukt: 194.709 Mio. USD
        • Bruttosozialprodukt pro Einwohner: 24.141 USD
        • Bruttoinlandsprodukt: 188.546 Mio. USD
        • Anteil: Industrie 33 %; Landwirtschaft 2 %; Dienstleistungen 65 %
        • Erwerbstätigkeit (2000): Industrie 29,1 % Landwirtschaft 0,8 % Dienstleistungen 67,8 %
        • Arbeitslosigkeit (6/2003): 5,9%
        • Wintersport: 5 % des BIP hängen direkt oder indirekt mit dem Wintersport zusammen
        • Lebenserwartung: 82 (Frauen), 76 (Männer) (2002, bei der Geburt)
        • Kindersterblichkeit: 0,5 %

Bevölkerung

90 % der heutigen Österreicher entstammen dem deutschen Stamm der Baiern. Weiteres Element waren im Zuge der österreich-ungarischen Monarchie auch slawischer Einfluss. Die heutigen Österreicher definieren sich heute jedoch überwiegend nicht mehr als Deutsche, insbesondere aufgrund des 3.Reiches. Deutsch wird von 98 Prozent der Einwohner gesprochen. Gebräuchlich sind viele Dialekte aus zwei Dialektfamilien:

        • Alemannisch in Vorarlberg sowie dem Tiroler Ausserfern,
        • Bairisch in allen anderen Bundesländern (siehe Sprachgebrauch in Österreich)
  • Neben der deutschsprachigen Mehrheit gibt es Minderheiten von Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch, Tschechisch, Slowakisch und Romani sprechenden Österreichern. Die erstgenannten Sprachgruppen sind offiziell anerkannt und haben zahlreiche Schulen. Hinzu kommen Zuwanderer, deren Muttersprache Kroatisch oder Serbisch (aus dem ehemaligen Jugoslawien) oder Türkisch ist.

Kultur

Bei österreichischer Kultur denkt man zuerst an Musik und Tanz, doch hat das Land auch zahlreiche Berühmtheiten aus Dichtkunst aufzuweisen (z.B. Franz Grillparzer, Adalbert Stifter, Johann Nestroy, Karl Heinrich Waggerl und Peter Handke);aus der Malerei z.B. Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Max Weiler, Ernst Fuchs und Hermann Nitsch, unter den Bildhauern und Architekten der Moderne Fritz Wotruba, Roland Rainer, Gustav Peichl und Coop. Himmelblau.

Die österreichische Musik ist sehr vielfältig und reicht eigenständig von der klassischen Musik (Haydn, Mozart, Beethoven..) über die Romantik (Franz Schubert, Johannes Brahms, Anton Bruckner, fünf "Sträusse"...) bis zu Arnold Schönberg, der Zwölftonmusik und einer variantenreichen Volkslied-, Blasmusik- und Volksmusikkultur. In der Volksmusik ist die heimische Musik der Landler sowie der Jodler, der sich aus den Viehlockrufen in den Alpen entwickelt hat. Die einzigen österreichischen Bundesländer ohne Jodler sind das Burgenland und Wien.

Zu den bekanntesten österreichischen Musikern zählen heute Joe Zawinul, Falco, Gerhard Bronner, Ludwig Hirsch, Andre Heller, Rainhard Fendrich, DJ Ötzi, Hansi Hinterseer, Wolfgang Ambros und Georg Danzer. Im Kabarett sind Peter Wehle, Alf Poier und Josef Hader, unter den Schriftstellern Friedrich Achleitner, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Alois Brandstetter, Elfriede Jelinek, Mira Lobe, Lene Mayer-Skumanz, Friederike Mayröcker, Christoph Ransmayr, Friedrich Torberg oder Peter Turrini auch überregional bekannt.

Weblinks

 

Geschichte

Das Gebiet der heutigen Republik Österreich ist bereits seit der Altsteinzeit von Menschen besiedelt. Eines der bekanntesten Relikte aus dieser Zeit ist die im Jahre 1908 im Zuge von Ausgrabungen in der Wachau entdeckte Venus von Willendorf. Dieses Steinkunstwerk, das rund 25.000 Jahre alt ist, zeigt eine Frau mit sehr großen Brüsten und wird deshalb gemeinhin als Fruchtbarkeitssymbol gedeutet.

Später, in der sogenannten Hallstattzeit, lassen sich abermals viele Spuren menschlicher Kutur entdecken, z.B. die Ausgrabungen in Hallstatt oder das vermutliche Hügelgrab in Großmugl. Als Träger dieser Kultur nimmt man die halblegendären Illyrer an.

Später in der La Tène-Zeit wurde das Gebiet dann von den Kelten besiedelt, von denen ebenfalls noch einige Oppida (befestigte Höhensiedlungen) erhalten sind. Auch das erste bekannte Staatsgebilde auf österreichischem Boden, das Regnum Noricum aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., war keltischen Ursprungs.

Römisches Reich

Im Zuge der Sicherung der Donaugrenze durch Augustus wurde auch das heutige Österreich südlich der Donau erobert und dem Imperium einverleibt. Dabei hatten drei römische Provinzen Anteil am heutigen Staatsgebiet Österreichs: Raetia, Noricum und Pannonien. Die Hauptstadt letzterer, Carnuntum, bildete zugleich die bedeutendste römische Ansiedlung auf dem Gebiet des heutigen Österreich.

Völkerwanderung und Fränkisches Reich

Im Lauf der Völkerwanderung kam es zu einem Durchzug aller möglicher Völkerschaften durch österreichisches Gebiet. Die Donaugrenze wurde von den Römern etwa um 500 aufgegeben. In dieser Zeit erwarb sich der Heilige Severin einige Verdienste um die Aufrechterhaltung der sozialen Beziehungen. Im Osten hielten sich die Langobarden bis zu ihrem Zug nach Italien. Vom Westen her drangen die Baiern in den Alpenraum vor, während die Slawen sich im Südostenalpenraum etablierten. Mit dem Einfall der Awaren in den 560er Jahren reißen für längere Zeit die Überlieferungen ab.

Im Zuge der Völkerwanderung kam es auch zur Entwicklung der Sprachen, die im europäischen Raum vom Lateinischen sehr geprägt sind. So entstand ein Ober-, Mittel-, und Niederdeutscher Raum. Im Zuge der ersten Lautverschiebung um 200 v. Chr. bis 500 n. Chr. befand sich die deutsche Sprache schon in ihrer Kinderstube. Die Baiern machten dabei die Entwicklungen mit, die zum Hochdeutschen führen sollten.

Die Mark im Osten

Schon zur Zeit Karl des Großen existierte eine Grenzmark gegen die Awaren - diese wurde durch die Ungarneinfälle vernichtet. Nach den drei Schlachten von Preßburg im Sommer 907 wurde die Grenze des Ostfrankenreiches bis an die Enns zurückgenommen. Erst 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld wurden die Ungarn sesshaft und der kaum noch besiedelte Raum zwischen Enns und Leitha frei für weitere Kolonisation. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts entstand so erneut eine dem Herzog von Bayern innerhalb des Heiligen Römischen Reiches unterstellte Markgrafschaft östlich der Enns, die marchia orientalis (Mark im Osten) genannt wurde. 976 wird Liutpold aus dem Geschlecht der Babenberger mit dieser Mark belehnt und 996 taucht bereits die urkundliche Ersterwähnung des Urnamens Österreich (in der Form Ostarrichi) auf. Daneben ist auch noch sehr lange die Form Osterland gebräuchlich - die Einwohner dieses Landes sind der Ostermann und die Osterfrau. Die Babenberger trieben eine zielbewusste Rodungs- und Kolonisierungspolitik und errichten (in Zusammenarbeit mit anderen Geschlechtern, etwa den Kuenringern) eine gefestigte Landesherrschaft. Die Residenz befand sich anfangs in Pöchlarn, später in Melk. Markgraf Leopold III. gelang es, sich ins Kaiserhaus einzusippen und wurde wegen seiner Klostergründungen (vor allem Klosterneuburg) heiliggesprochen.

Das Herzogtum Österreich

Im Zuge des Konfliktes zwischen den Staufern und den Welfen kam 1139 das Herzogtum Bayern an die Babenberger. Als Friedrich I. diesen Streit beenden wollte, gab er den Welfen das Herzogtum Bayern zurück - als "Trostpreis" wurde mit dem Privilegium Minus eine eigene Herzogswürde für Österreich kreiert. Erster Herzog war Heinrich Jasomirgott, der auch 1146 Wien zur Residenzstadt erhob. Mit der Georgenberger Handfeste 1186 fiel der Besitz der Traungauer Grafen von Steyr an die Babenberger - die (eben danach benannte) Steiermark, die auch den zentralen Teil Oberösterreichs umfasste.

Mit Leopold VI. erreichte das hochmittelalterliche Österreich einen kulturellen Höhepunkt - unter ihm wurde auch die revolutionäre Kunst der Gotik in Österreich eingeführt. Mit seinem Sohn Friedrich II. starb 1246 die männliche Linie der Babenberger aus; unter den vielen Nachfolgekandidaten konnte sich der König von Böhmen, Ottokar Premysl durchsetzen, der 1256 von den Ständen ins Land gerufen worden war, um die Wirren zu benden. Seine Politik war aber dennoch darauf ausgerichtet, den Adel zurückzudrängen und das städtische Bürgertum zu fördern, weswegen er den Wienern bis tief in die Habsburger-Zeit in guter Erinnerung blieb. Sein Griff nach der Kaisermacht wurde von Rudolf von Habsburg begegnet, der ihn 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld besiegte. Die Habsburger konnten sich daraufhin als Herzöge von Österreich und der Steiermark etablieren.

Rudolf I. von Habsburg war ab 1273 König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ("HRR"), wurde 1274 von Papst Gregor X. anerkannt, jedoch aus diversen Gründen nie zum Kaiser gekrönt.

1335 konnten die Habsburger die Grafen von Görz in Kärnten und Krain beerben und 1363 fiel auch Tirol von Margarete Maultasch an Herzog Rudolf IV.. Dieser Rudolf IV. war der umtriebigste Herrscher des Spätmittelalters: er setzte vielerlei Maßnamen, die vor allem die Bedeutung der Stadt Wien heben sollten. Er ließ das Privilegium Maius fälschen, das Österreich zum Erzherzogtum erhob und ihm innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation eine Anzahl von Privilegien sicherte. Anerkannt wurde dies erst von Friedrich III., der selbst Habsburger war.

1379 wurde in Neuberg an der März die habsburgische Herrschaft geteilt; fast das gesamte 15. Jahrhundert ist eine Phase wirrer Erbteilungen und Familienstreitigkeiten, die die politische und wirtschaftliche Bedeutung des Landes natürlich völlig untergruben. Dies wurde durch Friedrich V. mit einem sehr einfachen Rezept beendet: er überlebt alle seine Gegener. Schon Albrecht II. war als Erbe der Luxemburger zum Römischen König gewählt worden - diese Position ging an Friedrich über, der 1452 sogar zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt wurde und sich fortan Friedrich III. nannte.

Der Aufstieg Österreichs zur Großmacht

Die glanzlose aber zähe Politik Friedrichs III. hinterließ eine gefestigte Herrschaft, deren Bedeutung durch einen überraschenden Coup schlagartig erhöht wurde: der Heirat seines Sohnes Maximilian mit Maria, der Erbin des burgundischen Länderkomplexes zwischen Deutschland und Frankreich. In dieser Zeit entstand der berühmte Spruch: Bella garant alii - tu felix austria nube (Kriege mögen andere führen - Du glückliches Österreich heirate). Da dessen Sohn Philipp der Schöne gleichfalls durch eine Heirat überraschend zum König von Spanien (mit seinen frisch eroberten Kolonien) werden konnte, standen die Habsburger kurz davor, nach der Weltmacht zu greifen. Diese wurde von Karl V. knapp aber spektakulär verfehlt.

Schon 1520 wurden die österreichischen Länder vom Kaiser an seinen Bruder Ferdinand I. übergeben, der die ersten Anfänge zentraler Verwaltungsstrukturen etablierte. 1526 nach der unglücklichen Schlacht von Mohàcs erbte Ferdinand nicht nur die Königreiche Ungarn und Böhmen (mit den Nebenländern Mähren, Schlesien und Lausitz), sondern auch die Bedrohung durch das Osmanische Reich, gegen das Ungarn vorher ein Schutzschild gewesen war.

Nachdem es schon seit dem späten 15. Jahrhundert zu Einfällen von türkischen Marodeuren gekommen war, wurde Wien 1529 von der regulären Streitmacht der Osmanen belagert - nur die Tatsache, dass sie zu spät im Jahr auftauchten, konnte die Stadt damals retten. In der Folge kam es zu einem fast 200-jährigen permanenten Kleinkrieg zwischen kaiserlichen und türkischen Truppen, der nur durch Phasen regulären Krieges unterbrochen wurde.

Auch die Religionsspaltung wurde damals zum Thema. In den österreichischen Ländern (mit Ausnahme Tirols) trat die Bevölkerung fast geschlossen zum Protestantismus über. Die Rekatholisierung setzte erst gegen 1600 ein, dafür aber mit umso größerer Heftigkeit und Gewalttätigkeit. In diesem Prozess taten sich die Jesuiten und der Kardinal Melchior Khlesl, der Kanzler von Kaiser Matthias hervor. Ein führender Betreiber dieser Politik war vor allem aber Ferdinand II., von dem der Ausspruch stammt, er wolle lieber eine Wüste regieren als ein Land voller Ketzer.

Durch diese Politik wurden die österreichischen Länder auch in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt, bei dem es eine Zeit lang so aussah, als könnten die Habsburger das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in eine absolute Monarchie verwandeln - am Ende dieses Krieges sahen sie sich jedoch auf die österreichischen und böhmischen Länder zurückgeworfen, so dass sie gezwungen waren, aus ihnen ein sinnvolles Staatsgebilde zu machen. Schon in den 1680er Jahren gab es ökonomische Theoretiker wie Philipp von Hörnigk oder Johann von Justi, die in diese Richtung drängten.

Nachdem die Osmanen 1683 Wien ein zweites Mal erfolglos belagert hatten, gelang in den Jahren darauf endlich der Befreiungsschlag. Mit Hilfe von brillianten Feldherren wie Karl von Lothringen und Prinz Eugen von Savoyen konnten die Osmanen in den Friedensschlüssen von Karlowitz (1699) und Passarowitz (1718) bis hinter Belgrad zurückgeworfen werden.

Dies ermöglichte nun ein beispielloses Aufblühen der Barockkultur, die eine spezifisch österreichische Ausformung entwickelte und das Land zutiefst prägte.

18. und frühes 19. Jahrhundert

Nach dem Aussterben der Hauptlinie der Habsburger 1699 kämpften die österreichischen Habsburger mit Ludwig XIV. um das Spanische Erbe. Er wurde vor allem von Joseph I. mit Verve und Erfolg geführt - nach seinem Tod brach jedoch alles zusammen wie ein Kartenhaus. Sein Bruder Karl war der letzte lebende Habsburger: er hätte ein Weltreich geerbt, was die anderen Mächte natürlich verhindern wollten. Immerhin kamen mit dem Frieden von Utrecht 1713 aus der Erbmasse alle europäischen Nebenlande Spaniens (Belgien, Neapel, die Lombardei) an Österreich, das auf diese Weise seine größte territoriale Ausdehnung erreichte.

Im selben Jahr wurde auch die Pragmatische Sanktion erlassen, das erste Gesetz, das für alle Länder der Habsburger-Monarchie gleichermaßen galt. Unter anderem sah es auch die weibliche Erbfolge vor, was sich als prophetisch herausstellte, da der 1740 verstorbene Karl VI. nur eine Tochter hinterließ: die 1719 geborene Maria Theresia. Da die Habsburger nun im Mannesstamm ausgestorben waren, wurde sie mit ihrem Ehemann Franz Stephan von Lothringen die Begründerin einer neuen Dynastie dem Haus Habsburg-Lothringen.

Dieses Erbe konnte sie im Österreichischen Erbfolgekrieg im grossen und ganzen verteidigen - nur Schlesien fiel an Preußen und konnte trotz vieler verbissener Bemühungen und zweier weiterer Kriege nicht wiedergewonnen werden.

Die Regierung Maria Theresias, vor allem aber ihres Sohnes Joseph II. war geprägt von einer Reformpolitik, die Recht und Verwaltung auf eine moderenere Grundlage stellen sollte. Den Reformen Josephs II. haftete allerdings ein überstürzter und gelegentlich auch schrullig-despotischer Charakter an, so dass viele nach seinem Tod wieder zurückgenommen werden mussten. Trotzdem gilt er als wichtiger Aufklärer und entscheidender Wegbereiter der bürgerlichen Gesellschaft.

Diese aufklärerischen Ansätze wurden nach dem Schock der Französischen Revolution schnell eingefroren: Josephs Neffe Franz II. trieb eine geradezu starrköpfige Reaktionspolitik, die auch vor allem mit dem Namen des Staatskanzlers Metternich verbunden ist. Diese politische Stagnation sollte die gesamte erste Hälfte des 19. Jahrhunderts andauern.

Nach der Französischen Revolution wurde Österreich auch in die Napoleonischen Kriege verwickelt, die erst 1815 mit dem Wiener Kongress beendet werden konnten. Die Kaiserkrönung Napoleons 1804 wurde von Franz II. mit der Ausrufung des Kaisertums Österreich beantwortet. Zuvor war er von Napoleon gezwungen worden die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation niederzulegen, das damit aufhörte zu existieren. Er selbst wurde nun als Franz I. Kaiser von Österreich.

1815 trat Österreich dem neugegründeten Deutschen Bund bei.

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die ersten Ansätze des Nationalismus, wobei die Nationalismen der verschiedenen Nationalitäten vehement gegeneinander arbeiteten und so vom Kaiserhaus gegeneinander ausgespielt werden konnten. Diese Uneinigkeit der Nationalitäten rettete auch in der deutschen Revolution von 1848 das Kaisertum vor dem Auseinanderfallen.

Die demokratischen Errungenschaften wurden schnell wieder kassiert, doch kam auch der Neoabsolutismus des neuen Kaisers Franz Joseph nach den Niederlagen in Italien 1859 an sein Ende. Die italienische Einigungsbewegung bildete einen Nationalstaat aus disparaten Länderfetzen und übte auf die Nationalitäten der Monarchie daher eine starke Anziehungskraft aus. Gelegentlich wird gesagt, Giuseppe Garibaldi habe an die österreichische Monarchie eine Lunte gelegt.

Unmittelbare Ergebnisse der Niederlagen in Italien waren Verfassungsexperimente: das Oktoberdiplom 1859 und das Februarpatent 1861. Die Niederlage von Königgrätz im deutsch-deutschen Krieg gegen Preußen führte zur Auflösung des Deutschen Bundes. Nachdem Preußen den Nordeutschen Bund unter Ausschluss Österreichs gegründet hatte, leitete eine weitere Verfassungsreform die Gründung der Österreichisch - Ungarischen Doppelmonarchie.

Österreich-Ungarn (K.u.K.-Monarchie, Donaumonarchie)

Am 8.6.1867 wurde Kaiser Franz Josephs I. von Österreich in Budapest zusätzlich zum Apostolischen König von Ungarn gekrönt. Im 19. Jahrhundert begann der Nationalismus seinen Siegeszug durch die Länder der Habsburgermonarchie. Zur Abschwächung des ungarischen Nationalismus gedacht, verschärfte der Ausgleich von 1867 die Spannungen mehr als er sie kalmierte. Dieser Ausgleich schuf nun die Situation, dass die Ungarn als zweites "Herrenvolk" neben die Deutschösterreicher traten. Die Polen in Galizien waren noch einigermaßen privilegiert, ansonsten fühlten sich jedoch die slawischen Nationalitäten (insbesondere die Tschechen) um ihre Gleichberechtigung geprellt. Vor allem in Böhmen und Mähren nahmen die Differenzen an Schärfe immer mehr zu - der Mährische Ausgleich 1911 nahm dem Konflikt zwar einiges an Schärfe, konnte aber keine Wirkung mehr entfalten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Differenzen zwischen den einzelnen Volksgruppen der Donaumonarchie bereits so stark, dass es nicht mehr zu übersehen war. Aufgrund der dadurch hervorgerufenen Lähmung des Staates ging diese Periode als die Zeit des "Fortfrettens und Fortwurschtelns" (wienerische Ausdrücke: "mühsam weiterkommen") in die österreichische Geschichtsschreibung ein.

In dieser Zeit, vor allem um 1900 erlebte Österreich aber eine kulturelle Blütezeit, die unter anderem mit dem Namen Sigmund Freud verbunden war, dessen Psychoanalyse auf Wissenschaft und Kunst ungemein befruchtend gewirkt hatte.

Am 26. Juni 1914 entluden sich die aufgestauten nationalen Gefühle in dem Attentat von Sarajevo auf den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand durch den serbischen Nationalisten Gavrilo Princip. Das daraufhin von Österreich-Ungarn an Serbien gestellte Ultimatum löste die europaweit bestehenden Bündnissysteme und Beistandspakte aus und führte so zum Ersten Weltkrieg.

Nach dem Ersten Weltkrieg

Nach Ende des Krieges 1918 zerfiel die Donaumonarchie in eine Vielzahl von Staaten. Ein kleiner Rest blieb zunächst unter dem Namen "Deutsch - Österreich" bestehen. Ursprünglich hätte der Staat alle deutschsprachigen Gebiete der Monarchie beansprucht, also auch Südtirol, Nordböhmen und Nordmähren, doch wurde das Staatsgebiet von den Siegermächten vorgegeben. Immerhin konnte das Burgenland gewonnen werden. Da die Siegermächte nicht recht wussten wohin mit diesem Gebiet (und der Vorschlag einer Aufteilung zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien nicht einmal von diesen Staaten selbst ernst genommen wurde) gab man es an Österreich - in der Hoffnung einen Keil zwischen zwei Staaten zu treiben, die an einer Revision der Friedensverträge potentiell interessiert waren. Für die Einwohner der Stadt Ödenburg (Sopron) kam es zu einer Volksabstimmung über ihre künftige Staatszugehörigkeit, die für Ungarn ausging. Die Volksabstimmungen in Südkärnten, das von Jugoslawien beansprucht wurde, ging dagegen eindeutig für Österreich aus.

Deutsch - Österreich verstand sich als ein Teil einer gesamtdeutschen Nation. Quer durch alle politischen Lager herrschte damals die Auffassung, dass dieser Reststaat - beraubt der ungarischen Agrar- und der böhmischen Industriegebiete - nicht alleine lebensfähig sei. Der Anschluss an das Deutsche Reich wurde allerdings durch den Vertrag von St. Germain verboten. Selbst der Name "Deutsch - Österreich" wurde von den Alliierten verboten und musste in "Republik Österreich" geändert werden.

Die 1. Republik

Die Habsburger wurden nach über 600 Jahren aus dem Land vertrieben und der überwiegend deutsche Teil Österreichs wurde am 12. November 1918 eine Republik. Die Verfassung vom September 1920 hat (mit einer entscheidenden Novelle zur Stellung des Bundespräsidenten 1929) bis heute Gültigkeit. Die Wirtschaft des jungen Staates lag nach Kriegsende den Umständen (Kriegs- folgen, Reparationen, Gebietsverluste) entsprechend darnieder. Die damit zusammenhängende Hyperinflation konnte erst Anfang 1924 durch eine Währungsreform (Einführung des Schilling ab 1. Januar statt der Krone) beendet werde; Voraussetzung war eine Anleihe des Völkerbundes. Erst danach begann ein zaghafter wirtschaftlicher Aufschwung, der jedoch lediglich ein Zwischenhoch Mitte der 1920er Jahre darstellte und mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende fand.

Mit den Unruhen der unmittelbaren Nachkriegszeit und den wirtschaftlichen Problemen ging eine immer schärfere politische Polarisierung einher: Hauptgegner waren der christlich - soziale Bund und das sozialdemokratisch regierte Wien. Beide Parteien hatten paramilitärische Einheiten: die Heimwehren waren der rechten Seite des politischen Spektrums zuzuordnen (allerdings ohne klare Parteibindung), der Republikanische Schutzbund stand der linken Seite, den Sozialdemokraten nahe. Diese Gegensätze eskalierten im Jahr 1927. In Schattendorf im Burgenland wurden Schutzbundleute erschossen - wahrscheinlich von Heimwehrleuten. Als ein Gericht die mutmaßlichen Täter freisprach, stürmte eine empörte Menge den Justizpalast und zündete ihn an. Der Schutzbund hatte bei dieser Demonstration Ordnerfunktion gehabt, konnte der Menge aber nicht Herr werden. Die Demonstration wurde durch die Polizei mit Waffengewalt aufgelöst, es gab dutzende Tote. Diese Ereignisse schwächten die Sozialdemokratie entscheidend.

 

Die Zweite Republik

In den letzten Kriegswochen, genau am 27. April 1945 wurde die 2. Republik durch die Gründung einer provisorischen Staatsregierung unter Dr. Karl Renner errichtet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war dieses Gebiet zunächst von den Siegermächten besetzt. In der sowjetischen Zone gab es einiges an Industriedemontagen und vieles, was als "Deutsches Eigentum" deklariert war, wurde beschlagnahmt. Im Westen konnte jedoch schon bald der Marshall - Plan greifen. Nicht zuletzt deswegen kam es auch im Westen des Landes erstmals zu einer eigenständigen Industrieentwicklung. Österreich erlangte durch den Staatsvertrag von 1955 seinen Namen und seine Souveränität wieder zurück. Dazu musste die Republik Österreich auch ihre "immerwährende Neutralität" per Verfassungsgesetz erklären. In weiterer Folge nahm Österreich eine parallele Entwicklung zu den anderen deutschen und westeuropäischen Ländern. Unter den Bundeskanzlern ragt Bruno Kreisky mit seiner Reformpolitik in den 1970er Jahren heraus. Mit der Öffnung des europäischen Ostens seit 1989 verlor das Land seinen Charakter als teilweise abgeschirmter Vorposten. 1995 erfolgte der Beitritt zur Europäischen Union und in der Folge auch offene Grenzen zu Deutschland und Italien.

 

Politisches System Österreichs

Das Politische System der Republik Österreich basiert auf den Grundsätzen der Demokratie und der Gewaltenteilung.

 

Quelle: http://www.aeiou.at

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